ÜBER MICH

postkarte

Ich bin Manuel André Robl, Jahrgang ‘73. Münchner. Grafikdesigner. Idealistischer Minimalist und Freund analoger Dinge. Süchtig nach alten, mechanischen Kameras. Nach Film.

Zu seinem Namen kam dieser schöne Blog übrigens durch eine Postkarte, die ich mir 2011 in Berlin gekauft hatte und die seitdem in meinem Büro hängt. Mehr Sonntage im Leben – mehr Zeit zur Muße, zum Tagträumen. Vielleicht auch: Mehr Sonnentage.

 

 

Meine Art zu fotografieren bedeutet für mich, scheinbar alltägliche, harmlose Dinge und Begebenheiten in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Die Kamera dient mir dazu als eine Art „Übersetzungsmaschine“: Durch das Filmmaterial, die Einstellungen an der Kamera und die Prozedur der Entwicklung transformiert sich das von mir aufgenommene Motiv in die gewollte Stimmung.

Die spezielle Wirkung meiner Bilder habe ich vormals digital durch viel Software-Feinarbeit, z. B. in Adobe Lightroom erreichen können, war jedoch nie ganz zufrieden. Seit ich nunmehr ausschließlich analog auf S/W-Filmen fotografiere, sind die Bilder bereits fertig, wenn sie aus dem Entwicklungstank kommen und die Negative eingescannt werden.

In der anschließenden digitalen Nachbearbeitung werden lediglich kleinere Anpassungen vorgenomme: Staub und Fussel werden behutsam entfernt, die Belichtung wird, falls überhaupt nötig, etwas korrigiert. Keine weiteren Effekte oder Filter kommen zum Einsatz; die Bilder sollen genau so bleiben, wie sie im Moment der Aufnahme von der Kamera gesehen und von mir empfunden worden sind.

Meine Ausrüstung

Olympus XA-2

olympus-xa2

Eine Vollformatkamera im Hosentaschenformat, mit hochwertiger 35mm f/2.8 Optik zum moderaten Preis – das gibt es in der digitalen Fotografie, zumindest bislang, noch nicht. In den 80ern, als diese Kameras vertrieben wurde, war so ein Schätzchen nicht unbedingt auch ein Schnäppchen: Etwa 400,- DM musste man schon dafür hinlegen. Man darf sich nämlich vom Plastiklook der Olympus nicht täuschen lassen: Es handelt sich um eine Kamera für professionelle Ansprüche mit exzellenter Bildqualität. Der Vorgänger, die Olympus XA, war noch als Rangefinder mit manuellem Fokus und Blendenvorwahl konzipiert und lieferte sensationelle Schärfe. Das Nachfolgemodell XA-2 entspricht mehr der klassischen Point-and-Shoot Kamera – Spannen, Zielen, Feuer – und ist für meine Zwecke besser geeignet.

Minolta XD-7

minolta-xd7

Ein Traum aus den 70ern, der aus dem Zusammenwirken von Minolta und Leica hervorgegangen ist: Solides Messinggehäuse. Metall-Lamellen-Schlitzverschluss. Das Sucherbild: Riesig. Das Auslösegeräusch: Legendär. Die perfekte Ergonomie: Zeitenrad um den Auslöser, gewählte Blende und Zeit werden im Sucher eingespiegelt, die von der Kamera gemessenen Werte werden über eine LED-Kette angezeigt. Belichtungskorrektur und ISO-Einstellung an der Rückspulkurbel. Alles logisch angeordnet und intuitiv bedienbar, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen. Zusammen mit dem Minolta MD 35mm f/2.8 Objektiv meine robuste Alltagskombination.

 

Filme & Entwicklung

Für den von mir favorisierten Look – rau, mit harten Kontrasten und deutlich sichtbarem Korn – verwende ich die Klassiker der Reportagefotografie: Kodak Tri-X 400 und Illford HP5, in der Regel auf ISO 800 gepusht. Letzteres bedeutet, dass man der Kamera vorgaukelt, einen empfindlicheren Film als den eigentlichen zu nutzen, was die Verschlusszeit (und damit die Verwacklungsgefahr) reduziert. Beim späteren Entwickeln des belichteten Films wird dies durch ein Verlängern der Zeit im Entwicklerbad wieder kompensiert.

Als Negativentwickler verwende ich zur Zeit Adox Rodinal und Kodak HC-110, die sich ebenfalls kontraststeigernd auswirken und das Filmkorn schön zur Geltung bringen – sofern man das beabsichtigt.

Scanner

Die fertig entwickelten Negative scanne ich mit meinem Canon 9000F Mark II ein, ein Flachbettscanner mit Durchlichteinheit und Negativhaltern. Für meine Ansprüche bin ich mit der Qualität recht zufrieden: Die mitgelieferte Scansoftware liefert gute Ergebnisse und die Geschwindigkeit ist ordentlich.

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